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Der dritte Mann
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Der dritte Mann (Originaltitel The Third Man) ist ein in Schwarzweiß gedrehter britischer Film noir von Carol Reed aus dem Jahr 1949. Der Film entstand nach einem Drehbuch von Graham Greene. Hauptfigur ist der amerikanische Autor Holly Martins (Joseph Cotten). Er reist wegen eines Jobangebotes seines Freundes Harry Lime (Orson Welles) in das Wien der Nachkriegszeit und stĂ¶ĂŸt dort auf kriminelle Machenschaften. In einer weiteren Hauptrolle ist Alida Valli zu sehen.

Zur Bekanntheit des Films trugen unter anderem das von Anton Karas auf der Zither gespielte Harry-Lime-Thema, die expressionistischen Kameraperspektiven, Orson Welles’ viel zitierte „Kuckucksuhr-Rede“cite-ref-2[2] und die finale Verfolgungsjagd durch die Wiener Kanalisation bei.

Contents

‱ Handlung
‱ Produktion
‱ Dreharbeiten
‱ Drehorte
‱ Filmfehler
‱ Filmmusik
‱ Heimkino
‱ Charaktere
‱ Kritiken
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Handlung

Wien nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Stadt ist in Besatzungssektoren der vier HauptsiegermĂ€chte USA, Sowjetunion, Frankreich und Großbritannien aufgeteilt. Ein fĂŒnfter, internationaler Sektor, die Innere Stadt, wird von den vier MĂ€chten gemeinsam (das heißt monatlich abwechselnd) verwaltet.

Der Amerikaner Holly Martins, Autor von billigen Wildwestromanen, ist finanziell am Ende. Ein Arbeitsangebot von seinem in Wien lebenden Jugendfreund Harry Lime kommt ihm gerade recht. Bei seiner Ankunft erfĂ€hrt Martins, dass Harry kurz zuvor bei einem Verkehrsunfall direkt vor seinem Haus ums Leben gekommen sei. Bei der Beerdigung spricht ihn der britische Major Calloway an und eröffnet ihm, sein verstorbener Freund sei ein ĂŒbler Schieber gewesen, was Martins empört zurĂŒckweist. Calloway empfiehlt ihm, mit der nĂ€chsten Maschine nach Hause zu fliegen.

Martins beginnt mit eigenen Recherchen und stĂ¶ĂŸt auf eine Reihe merkwĂŒrdiger ZufĂ€lle: Harry wurde von seinem eigenen Fahrer ĂŒberfahren. Zwei von Harrys Bekannten (Kurtz und Popescu), die mit ihm unterwegs waren, trugen den Sterbenden auf den Gehsteig, und Harrys Hausarzt Dr. Winkel, der zufĂ€llig wenige Minuten spĂ€ter zugegen war, stellte noch am Ort des Geschehens seinen Tod fest. Bei seinen Nachforschungen trifft Martins auch auf Harrys ehemalige Freundin Anna Schmidt, die als Schauspielerin im Josefstadttheater arbeitet. Bei einer Hausdurchsuchung werden Annas Papiere als FĂ€lschung enttarnt und einbehalten. Da sie aus der Tschechoslowakei stammt und mit von Harry organisierten Papieren in Wien lebt, droht ihr eine Auslieferung an die sowjetische Besatzungsmacht.

Der Portier im Haus von Harrys Wohnung berichtet Martins arglos von einem „dritten Mann“, der geholfen habe, Harry ĂŒber die Straße zu tragen. Als Martins ihn ĂŒberreden will, eine Aussage bei der Polizei zu machen, kommt es zum Streit zwischen den beiden. SpĂ€ter bittet der Portier jedoch Martins, am Abend auf eine weitere Unterhaltung vorbeizukommen. Martins unterrichtet Popescu davon, dass der Portier einen dritten Mann gesehen habe. Als Martins zum verabredeten Zeitpunkt beim Portier eintrifft, ist der Portier tot, er wurde ermordet. Martins gerĂ€t selbst fĂŒr einen Moment unter Verdacht. Nur knapp kann er nach einer Veranstaltung des British Council zwei zwielichtigen Verfolgern entkommen, die Popescu auf ihn hetzt.

Von Major Calloway wird er anschließend aufgeklĂ€rt, dass er sich mit der gefĂ€hrlichsten Schieberbande von Wien angelegt habe. Harry Lime betrieb GeschĂ€fte mit gestohlenem Penicillin, das zum Zweck der Gewinnmaximierung gestreckt wurde und bei den Behandelten zu dauerhaften SchĂ€den bis hin zum Tode fĂŒhrte. Joseph Harbin, Mitarbeiter des MilitĂ€rspitals und Mitglied von Harrys Bande, brachte Calloway auf diese Spur, doch der Mann sei seit ein paar Tagen verschwunden.

Martins besucht Anna, in die er sich verliebt hat, sie jedoch kann Harry nicht vergessen. Als er ihr Haus verlĂ€sst, bemerkt er in einem Hauseingang gegenĂŒber einen Mann, den er erst fĂŒr einen Verfolger hĂ€lt, doch dann erkennt er in ihm zu seiner Verwunderung Harry. Martins lĂ€uft ihm nach, verliert ihn aber aus den Augen. Calloway ordnet daraufhin eine Exhumierung an. In Harrys Sarg liegt Calloways Informant Joseph Harbin.

Martins lĂ€sst Harry ĂŒber dessen Bekannte Kurtz und Dr. Winkel wissen, dass er ihn treffen will. Am Riesenrad im Wiener Prater kommt es zur Begegnung, dem Höhepunkt des Films. Beide MĂ€nner steigen in eine Gondel des Riesenrads ein. WĂ€hrend der Fahrt rechtfertigt Harry seine PenicillinfĂ€lschungen mit der Bedeutungslosigkeit des Lebens einzelner Individuen (wobei sich dem Zuschauer der Eindruck aufdrĂ€ngt, dass er Martins jederzeit aus der Gondel stĂŒrzen könne). Er gesteht sogar, seine ehemalige Geliebte Anna an die sowjetischen Beamten verraten zu haben, damit diese ihn in ihrem Sektor dulden, sie bedeute ihm nichts. Martins schlĂ€gt Harrys neuerliches Angebot, fĂŒr ihn zu arbeiten, aus.

Calloway bedrĂ€ngt Martins, Harry aus dem sowjetisch besetzten Sektor Wiens in einen von den Westalliierten besetzten zu locken. Als Gegenleistung will er Anna helfen, in den Westen auszureisen. Martins willigt ein. Als Anna am Bahnhof dahinterkommt, um welchen Preis ihre Abreise ermöglicht wurde, macht sie Martins heftige VorwĂŒrfe und weigert sich, den Zug zu besteigen. Martins zieht seine Zusage zurĂŒck, Calloway zu helfen. Daraufhin fĂŒhrt Calloway Martins in ein Kinderspital, um ihm einige Opfer von Harrys Machenschaften zu zeigen. Schockiert erklĂ€rt sich Martins nun bereit, fĂŒr Calloway als Lockvogel zu arbeiten und Harry der Polizei auszuliefern. Er verabredet sich mit ihm in einem Kaffeehaus.

Als Harry dort ankommt, wird er von Anna, die von dem Treffen erfahren hat, gewarnt. Er flieht in die weitverzweigte, durch alle fĂŒnf Sektoren Wiens verbundene Kanalisation, verfolgt von einem großen Polizeiaufgebot. Harry trifft Sergeant Paine tödlich, wird jedoch selbst von Calloway angeschossen. Als er durch einen Kanaldeckel entkommen will und diesen nicht öffnen kann, ist sein Schicksal besiegelt. Er nickt Martins zu und bittet ihn damit stillschweigend darum, ihn zu erschießen, was dieser mit Sergeant Paines Revolver auch tut.

Nach Harrys Beerdigung auf dem Wiener Zentralfriedhof wartet Martin in einer langen Schlusseinstellung in einer Allee des Friedhofs auf Anna. Doch sie geht an Martin vorbei, ohne ihn eines Blickes zu wĂŒrdigen.

Produktion

Vorproduktion

Der Filmproduzent Alexander Korda fragte bei Graham Greene an, ob er nach Kleines Herz in Not (Originaltitel: The Fallen Idol, 1948) ein neues Drehbuch fĂŒr Regisseur Carol Reed schreiben könne. Greene erzĂ€hlte ihm vom ersten Absatz einer Geschichte, den er Jahre zuvor auf einem Briefumschlag skizziert hatte:

„Vor einer Woche hatte ich Abschied von Harry genommen, als sein Sarg in die im Februarfrost erstarrte Erde hinabgelassen wurde. Ich traute also meinen Augen nicht, als ich ihn in London im MenschengewĂŒhl des ‚Strand‘ ohne ein Zeichen des Wiedererkennens an mir vorĂŒbereilen sah.“

Korda fand die Idee nicht in Ordnung. Greene dachte daran, den Schauplatz der Geschichte in Rom oder Paris anzusiedeln. Karl Hartl, in den 1920er Jahren in Wien Kordas Produktionsassistent und zur Zeit des Anschlusses Österreichs Leiter der Wien-Film, schlug ihm jedoch vor, die Handlung nach Wien zu verlegen und den Film an den OriginalschauplĂ€tzen zu drehen.cite-ref-shadow-3-0[3]cite-ref-timmermann-4-0[4]

Greene erhielt von Korda 10.000 britische Pfund und reiste nach Wien, um Recherchen anzustellen und einen Drehbuchentwurf abzuliefern.cite-ref-shadow-3-1[3] Als Inspiration dienten Greene ein Besuch der Kanalisation und der Bericht eines britischen Offiziers ĂŒber einen in Wien tĂ€tigen Ring von Penicillin-Schiebern. Korda hatte fĂŒr Greenes Betreuung am Drehort Wien die von ihm bereits fĂŒr die Produktion von Anna Karenina engagierte britische Schriftstellerin und Regisseurin Elisabeth Montagu (1909–2002)cite-ref-5[5] als Austrian Advisor (Titelsequenz) beigestellt. In Italien verfasste Greene anschließend ein Treatment. Wie Greene spĂ€ter notierte, wurde Der dritte Mann „nicht geschrieben, um gelesen zu werden, sondern um gesehen zu werden“.cite-ref-vorwort-6-0[6] Die nachfolgenden Drehbuchfassungen entstanden in enger Zusammenarbeit mit Carol Reed.cite-ref-vorwort-6-1[6]cite-ref-guardian-nft-7-0[7] Dabei wurden unter anderem die NationalitĂ€ten einiger Charaktere und deren Motivation geĂ€ndert. So wurde aus dem Briten Harry Lime ein Amerikaner, und die Nutzung seines Schieberrings zur Verbreitung antisowjetischer Propaganda wurde gestrichen.cite-ref-piette-8-0[8]

Alexander Korda vereinbarte in Hinblick auf den Verleih des Films in den USA eine Koproduktion mit David O. Selznick. So konnten Joseph Cotten und Alida Valli verpflichtet werden, die bei Selznick unter Vertrag standen. Im Gegenzug erhielt Selznick alle Einnahmen aus dem amerikanischen Markt und die kĂŒnstlerische Kontrolle ĂŒber die US-Fassung. Nach Zusage einer Gage ĂŒber 100.000 US-Dollar ĂŒbernahm Orson Welles die Rolle des Harry Lime. Welles gab in spĂ€teren Jahren an, seine Dialoge selbst geschrieben zu haben; eine Aussage, die Frederick Bakers Dokumentarfilm Shadowing the Third Man (2004) als unwahr hinstellt.cite-ref-shadow-3-2[3] Lediglich die „Kuckucksuhr-Rede“ wurde von Welles verfasst.cite-ref-guardian-nft-7-1[7] Diese geht, nach Angabe verschiedener Quellen, wiederum auf ein Churchill-Zitat aus dem Jahre 1938 zurĂŒck.cite-ref-9[9]

Im August 1948 trafen sich Reed und Greene mit Selznick, dem ein Mitspracherecht am Drehbuch zugesagt worden war, doch keiner seiner VorschlĂ€ge wurde ĂŒbernommen. Dagegen konnte sich Reed mit seiner Ansicht, dass das Happy End des ersten Entwurfs (Holly Martins und Anna finden zusammen) nicht funktionieren wĂŒrde, erfolgreich durchsetzen. In Greenes spĂ€ter veröffentlichtem Roman, der auf dem ersten Treatment basierte, wurde das Happy End aber beibehalten.cite-ref-shadow-3-3[3]cite-ref-guardian-nft-7-2[7]

Dreharbeiten

Die sieben Wochen dauernden Dreharbeiten in Wien begannen im Oktober 1948.cite-ref-timmermann-4-1[4] Insgesamt wurden drei Aufnahmeteams parallel beschĂ€ftigt, davon eines ausschließlich fĂŒr die Nachtaufnahmen, die Robert Krasker fotografierte. Um das Pflaster und die Straßen in den Nachtaufnahmen sichtbar zu machen, mussten diese von der Feuerwehr stĂ€ndig nass gehalten werden. In einer Einstellung auf der Taxi-Fahrt zur Veranstaltung des British Council sieht man im Hintergrund ein Feuerwehrfahrzeug und die FeuerwehrmĂ€nner bei ihrer Arbeit. Ein weiteres Team drehte die Szenen in der Kanalisation. Beim dritten Team fĂŒhrte der österreichische Filmveteran Hans Schneeberger die Kamera, von ihm stammen unter anderem die Wien-Bilder der Eingangssequenz.cite-ref-shadow-3-4[3]

Orson Welles war nur zwei Wochen anwesend, daher wurden viele seiner Szenen ohne ihn bzw. mit Doubles gedreht. Darunter waren Aufnahmen in der Kanalisation, Harry Limes erster Auftritt mit der Katze und die Einstellung, in der Harry Lime plötzlich auf dem Schuttberg erscheint.cite-ref-shadow-3-5[3]

Der Film enthĂ€lt auch im englischen Original deutschsprachige Dialogzeilen, die nicht synchronisiert wurden. Neben den österreichischen Darstellern sprechen auch die fremdsprachigen Hauptdarsteller einige deutsche SĂ€tze, die meisten davon Alida Valli. Paul Hörbiger verstand kein Englisch, sprach aber seine englischen SĂ€tze selbst, die er Wort fĂŒr Wort auswendig lernte.cite-ref-shadow-3-6[3]

Mit Bernard Lee und Robert Brown sind gleich zwei spĂ€tere Darsteller des „M“ in den James-Bond-Filmen als Angehörige der britischen MilitĂ€rpolizei zu sehen.

Regieassistent war Guy Hamilton, spÀter Regisseur mehrerer James-Bond-Filme.

Drehorte

Gedreht wurde unter anderem auf dem Wiener Zentralfriedhof, in der Wiener Kanalisation und an diversen Orten im 1. Bezirk, der Inneren Stadt. Hier befinden sich auf dem Josefsplatz das Palais Pallavicini (Limes Wohnhaus), der historische Platz Am Hof und der Hohe Markt. Weitere SchauplĂ€tze sind die Judengasse, die Mölker Bastei, die Kirchen Maria am Gestade und St. Ruprecht sowie die ReichsbrĂŒcke ĂŒber die Donau.

Die Szenen im VergnĂŒgungspark des Wiener Praters, im damaligen sowjetischen Sektor der Stadt, entstanden – mit Ausnahme der Innenaufnahmen im Riesenradwaggon – am Originalschauplatz. Das Riesenrad war nach Restaurierungsarbeiten 1947 wiedereröffnet worden.cite-ref-shadow-3-7[3]

Einige der authentischen Drehorte wurden den Anforderungen des Drehbuchs angepasst: Die LitfaßsĂ€ule auf dem Platz Am Hof, durch die Lime in die Kanalisation hinabsteigt, war ebenso eine Attrappe wie der Brunnen mit der Engelsplastik; beide existieren so nicht. Das CafĂ© „Marc Aurel“, der Schauplatz des Aufeinandertreffens von Harry Lime, Holly Martins und Anna Schmidt, war eine am Hohen Markt errichtete Kulisse.cite-ref-shadow-3-8[3]

Nach Abschluss der Dreharbeiten in Wien erfolgten weitere Aufnahmen in den Isleworth und Shepperton Studios, London, die im MĂ€rz 1949 endeten. Dort entstanden unter anderem Teile der Verfolgungsjagd in der Wiener Kanalisation, die nicht an Ort und Stelle gedreht worden waren.cite-ref-shadow-3-9[3]cite-ref-10[10]

Filmfehler

FĂŒr die RĂŒckprojektionsaufnahmen in Calloways Jeep wurde offensichtlich nicht in Wien gedrehtes Filmmaterial verwendet: In den Szenen, in denen Martins und Calloway vom Friedhof fahren, sieht man durch die Wagenfenster Stein- und keltische Kreuze statt der in Wien ĂŒblichen Grabsteine, und auf dem RĂŒckweg vom Kinderkrankenhaus fĂ€hrt im Hintergrund ein Londoner Doppeldeckerbus vorbei.

Auf der BĂŒrotĂŒr des sowjetischen Offiziers Brodsky gegenĂŒber Calloways BĂŒro heißt es „Russian Liaison Officer“. Richtig hĂ€tte es „Soviet Military Liaison Mission“ oder „Soviet Liaison Officer“ heißen mĂŒssen. Auf dem gefĂ€lschten Ausweis Anna Schmidts ist „Republique d’Autreich“ statt der korrekten Schreibweise „RĂ©publique d’Autriche“ zu lesen.

Als Martins bei Limes „Beerdigung“ Calloway auf dem Friedhof fragt, wer dort beerdigt werde, ist hinter ihm ein Grabstein mit der Aufschrift „RuhestĂ€tte der Familie Elchinger“ zu sehen. Danach geht Martins noch ein ganzes StĂŒck weiter, bis er an Limes Grab anlangt. Dort steht er hinter Anna Schmidt, neben der nun wieder derselbe Grabstein zu sehen ist.

Filmmusik

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Hauptartikel

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Harry-Lime-Thema

Eine besondere Rolle spielt die auf der Zither eingespielte, Wiener Lokalkolorit vermittelnde Filmmusik von Anton Karas. Reed ließ Karas, den er in einer GaststĂ€tte hatte spielen hören, in seinem zum improvisierten Tonstudio umfunktionierten Hotelzimmer StĂŒcke auf der Zither aufnehmen. Ob Reed oder Produzent Korda entschied, den kompletten Film mit Karas’ Musik zu vertonen statt nur partiell, wird unterschiedlich dargestellt. Einig sind sich die Quellen dahingehend, dass diese Entscheidung erst wĂ€hrend der Postproduktion fiel und Karas zu diesem Zweck nach London eingeflogen wurde.cite-ref-shadow-3-10[3]cite-ref-11[11] Das Leitmotiv, das „Harry-Lime-Thema“, wurde international ein Bestseller.

Weitere im Film zu hörende Kompositionen sind Das alte Lied von Henry Love und Irving Berlins Managua, Nicaragua.

Veröffentlichung

Britische und amerikanische Fassung

Der dritte Mann wurde am 31. August 1949 in London uraufgefĂŒhrt. David O. Selznick stellte fĂŒr die USA eine um elf Minuten kĂŒrzere Fassung des Films her, da ihm unter anderem die unvorteilhafte Darstellung des amerikanischen Helden Holly Martins missfiel. Diese startete am 2. Februar 1950 in New York.cite-ref-imdb-12-0[12]cite-ref-tcm-13-0[13] WĂ€hrend in der britischen Fassung Regisseur Carol Reed die einleitenden Worte zu Beginn des Films sprach, ĂŒbernahm Joseph Cotten diese Aufgabe in der amerikanischen.

Deutsche Fassung

Am 6. Januar 1950 kam der Film in die westdeutschen Kinos, am 10. MĂ€rz desselben Jahres startete er in Österreich.cite-ref-ldif-14-0[14]cite-ref-15[15] Die Fassung wurde bei Mars-Film bearbeitet. Buch und Regie lagen in der Hand von Georg Rothkegel. Diese Fassung wurde um etwa eine Minute gekĂŒrzt, da aufgrund der durchgehenden Synchronisation einige Einstellungen mit VerstĂ€ndnisproblemen zwischen einheimischen und fremdsprachigen Figuren keinen Sinn mehr ergaben. 1963 machte Atlas-Filmverleih eine neue Synchronisation, behielt aber die Straffungen bei. Zudem versah Atlas den Film mit einem verĂ€nderten Vorspann, bei dem die im Original zu sehenden Zithersaiten durch Schwarzweißgrafiken ersetzt wurden. Das Buch fĂŒr diese Fassung schrieb Gerda von RĂŒxleben, die sich dabei an der ersten Fassung orientierte. Dialogregie fĂŒhrte Curt Ackermann.cite-ref-schnitt-16-0[16]

Die deutsche Synchronisation nahm auch inhaltlich einige VerĂ€nderungen vor: Die vertauschten Gesten des Portiers zu Himmel und Hölle wurden korrigiert; in der Szene nach der Fahrt im Riesenrad (Kuckucksuhr-Monolog) wird eine Äußerung zu den Borgias in beiden Fassungen dem faschistischen Diktator Benito Mussolini zugeschrieben.

2006 erschien Der dritte Mann erstmals ungekĂŒrzt in Deutschland auf DVD. Die Mars-Synchronisation wurde um 2010 mehrfach von ARD-Sendern ausgestrahlt, wĂ€hrend die Atlas-Fassung Grundlage aller bisherigen DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen ist. 2015 erschien von Studiocanal/Arthouse eine Special-Edition ohne KĂŒrzungen auf Blu-ray. Die zusĂ€tzlichen Szenen sind im englischen Original mit deutschen Untertiteln.

| Figur | Darsteller | Deutscher Sprecher 1949 [ 17 ] | Deutscher Sprecher 1963 [ 18 ] |
|---|---|---|---|
| Holly Martins | Joseph Cotten | Wolfgang Lukschy | Horst Niendorf |
| Anna Schmidt | Alida Valli | Elisabeth Ried | Dagmar Altrichter |
| Harry Lime | Orson Welles | Friedrich Joloff | Werner Peters |
| Major Calloway | Trevor Howard | Hans Nielsen | Heinz Drache |
| Sergeant Paine | Bernard Lee | Hans Emons | Benno Hoffmann |
| Baron Kurtz | Ernst Deutsch | Ernst Deutsch | Erich Musil |
| Crabbin | Wilfrid Hyde-White | Wolfgang KĂŒhne | Erich Fiedler |
| Dr. Winkel | Erich Ponto | Erich Ponto | Wilhelm Borchert |
| Popescu | Siegfried Breuer | Siegfried Breuer | Curt Ackermann |

Hedwig Bleibtreu (Annas Vermieterin) und Annie Rosar (Frau des Portiers) wurden unverĂ€ndert aus dem Original ĂŒbernommen. Paul Hörbiger (Portier) synchronisierte sich selbst zweimal fĂŒr beide Synchron-Fassungen. Ernst Deutsch, Erich Ponto und Siegfried Breuer sind hingegen nur in der ersten Fassung mit ihren eigenen Stimmen zu hören.

Den einfĂŒhrenden Kommentar (im Original von Carol Reed) sprach 1963 Wolfgang Kieling.

Heimkino

Der dritte Mann ist international auf DVD und Blu-ray Disc erhÀltlich, ebenso die Filmmusik, wobei es sich bei vielen Soundtrack-Veröffentlichungen um nachtrÀglich eingespielte Aufnahmen handelt.

Filmanalyse

Genrezuordnung

Obwohl Der dritte Mann in einigen BĂŒchern als Film noir betrachtet wird, ist sein Status als Vertreter dieser Filmgattung umstritten. Markenzeichen des Film noir sind nach ĂŒbereinstimmender Ansicht von Filmhistorikern der urbane Schauplatz, die moralisch ambivalenten Hauptfiguren, insbesondere die weiblichen, die dĂŒstere Grundstimmung und der hĂ€ufig negative Ausgang der Geschichte, der manchmal in einer RahmenerzĂ€hlung schon zu Beginn preisgegeben wird. Visuell werden die DĂŒsternis und Unsicherheit durch kontrastreiche, expressiv ausgeleuchtete Low-key-Bilder und extreme Kameraperspektiven wie schrĂ€g oder von weit oben oder unten aufgenommen unterstrichen.

Trotz seiner Vorbilder u. a. im französischen Kino der spĂ€ten 1930er Jahre gilt der Film noir aber vielen Historikern als genuin amerikanisch. Um in Großbritannien produzierte Filme mit Noir-Elementen zu klassifizieren, prĂ€gten einige Autoren den Begriff „British noir“,cite-ref-19[19] dessen Relevanz von anderen wiederum angezweifelt wurde.cite-ref-20[20] WĂ€hrend Der dritte Mann von James Monaco,cite-ref-21[21] Foster Hirschcite-ref-22[22] und James Naremorecite-ref-naremore-23-0[23] ohne EinschrĂ€nkungen in ihren Werken zum Film noir aufgefĂŒhrt wurde, positionierte Bruce Crowther ihn „außerhalb des Noir-Kanons“.cite-ref-crowther-24-0[24] Paul Schrader sah den Film noir als amerikanisches PhĂ€nomen und Filme wie Der dritte Mann als „auslĂ€ndische Ableger“.cite-ref-25[25] Alain Silver und Elizabeth Ward schlossen ihn sogar gĂ€nzlich aus ihrer EnzyklopĂ€die aus.cite-ref-26[26] Phil Hardys The BFI Companion to Crime und Crowther bezeichneten ihn schlicht als „Thriller“.cite-ref-crowther-24-1[24]cite-ref-27[27]

Eine Reihe weiterer zwischen 1945 und 1950 entstandener Filme nutzte ebenfalls eine vom Krieg gezeichnete Metropole als Schauplatz, darunter Deutschland im Jahre Null, Die Vier im Jeep oder die deutschen „TrĂŒmmerfilme“. Anders als die meisten der genannten Beispiele verzichtete Der dritte Mann jedoch auf offene Sozialkritik oder politische Analysen und gehört damit eher in die Kategorie von Filmen wie Berlin-Express (1948) und Die Ratte von Soho (1950), bei denen die Kriminalhandlung im Vordergrund steht.

„SchrĂ€ge Kamera“

Robert Kraskers schrĂ€ge Kamerabilder (Dutch Angle) –, das visuelle Markenzeichen des Films und bei Filmstart von Variety als „von außergewöhnlich hohem Niveau“ gelobt –,cite-ref-28[28] gaben auch Anlass zur Kritik. Manny Farber vom New Republic nannte die Kameraarbeit „prĂ€tentiös“ und meinte, die schrĂ€g gestellte Kamera hinterlasse das GefĂŒhl, „als habe man den Film aus einer fötalen Position gesehen“.cite-ref-29[29] Laut Bruce Mamers Buch Film Production Technique beanstandeten Rezensenten, dass der Einsatz schrĂ€ger Perspektiven erst in Vorhersehbarkeit und schließlich in BanalitĂ€t mĂŒnden wĂŒrde.cite-ref-30[30] Auch das rororo Filmlexikon Ă€ußerte sich negativ ĂŒber die Kameraarbeit, so den ĂŒbertriebenen Einsatz von Schatteneffekten.cite-ref-31[31] Dagegen verteidigte Roger Ebert noch 50 Jahre nach der Premiere Reeds und Kraskers „rĂŒcksichtslosen“ visuellen Stil, der eine Welt vermittele, „die aus dem Ruder geraten ist“.cite-ref-32[32] – Der dritte Mann blieb der einzige Film Reeds, in dem er von diesem Stilmittel, das dem deutschen Stummfilm des Expressionismus entlehnt war, Gebrauch machte.

Charaktere

In seiner Analyse More than Night: Film Noir in Its Contexts beschrieb James Naremore die Faszination und WidersprĂŒchlichkeit der Charaktere des Films: „Holly Martins, der Protagonist und ErzĂ€hler der Geschichte, Ă€hnelt sowohl einem James’schen Unschuldigen als auch einem Conradschen stillen Teilhaber. Wie Marlow in Herz der Finsternis ist Martins ein leidenschaftlicher, sentimentaler Romantiker, und wie Marlow sucht er einen Bösewicht, der erst spĂ€t auftritt, nachdem er von einer Vielzahl von Leuten beschrieben wurde.“

FĂŒr Naremore war Lime „der melodramatischste Charakter des Films – ein verwegener, extravaganter Ganove, der an FantĂŽmas oder den Shadow erinnert. Der naive Martins bewundert ihn, und da dieser von Joseph Cotten verkörpert wird, fĂŒhlt man sich an Jed Lelands Beziehung zu Charles Foster Kanecite-ref-33[33] erinnert. Die schöne und masochistisch-romantische Anna [
] verzehrt sich nach ihm, sogar nachdem er sie an die sowjetischen Behörden ausliefert. FĂŒr die beiden und fĂŒr das Publikum bietet Lime eine glamouröse Alternative zu den sozialen Mechanismen im Nachkriegs-Wien.“ Selbst nach Limes Tod, so Naremore weiter, behĂ€lt der Film die moralische Ambivalenz bei, die er schuf, und noch in der letzten Szene, in der Anna achtlos an Martins vorbeigeht, „betrauert er ihrer beider Verlust. In den letzten Sekunden scheint der Film Limes RĂŒckkehr herbeizusehnen, und wenn auch nur, weil er die schillerndste und ‚lebendigste‘ Person von allen darstellte.“cite-ref-naremore-23-1[23]

Georg Seeßlen sah einen Grund fĂŒr den Erfolg des Films in der Geschichte einer menschlichen Beziehung, zu der das Publikum Parallelen zu seiner Alltagserfahrung ziehen könnte: „So wird aus der Intrige eines Thrillers ein Abbild eigener Erfahrungen fĂŒr den Zuschauer. Suspense wird [
] auch durch den psychischen Prozeß einer Trennung zweier einmal befreundeter Menschen [erzielt]. [
] ZunĂ€chst sind es gerade Hollys BemĂŒhungen, seinen Freund Harry zu rehabilitieren, die diesen in Gefahr bringen und seine so sorgfĂ€ltig geplante Intrige zerstören. Und auch in den Versuchen Harrys, sich mit allen Mitteln zu wehren und in den Fehlern, die er begeht, steckt immer noch ein Rest seiner Zuneigung zu seinem einstigen Freund. In Filmen wie diesem wird der Thriller zur Abbildung einer Zerstörung persönlicher Beziehungen auch durch politische UmstĂ€nde.“cite-ref-seesslen-34-0[34]

Politische Analogien

Da Reed bewusst auf eine klare politische Positionierung des Films verzichtete (wie sie sich z. B. David O. Selznick wĂŒnschte)cite-ref-shadow-3-11[3] und sich auf das menschliche Drama konzentrierte, blieb Der dritte Mann fĂŒr unterschiedlichste Deutungsmuster offen. In seinem Artikel Film in Context: The Third Man zitierte Siegfried Beer gleich drei verschiedene Betrachtungsweisen: WĂ€hrend Historiker Marc Ferro in dem Film einen klar antikommunistischen Standpunkt und eine Tragödie vor dem Hintergrund des Kalten Krieges entdeckte, sah Pauline Kael eine Anklage gegen den Krieg und seine Auswirkungen auf die Überlebenden, die sich in mĂŒde Opportunisten verwandelten. Kritikerin Lynette Carpenter wiederum wollte den Film als Appell an Menschlichkeit und MitgefĂŒhl inmitten von Korruption und der Faszination des Bösen verstanden wissen.cite-ref-35[35] Ein Verweis auf Österreichs politische Vergangenheit ist in der Verfolgungsjagd durch die Kanalisation zu sehen: In einer Einstellung in der 96. Filmminute ist das KĂŒrzel O5 auf der Kanalwand zu erkennen, das Zeichen der österreichischen Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus.

Laut Adam Piette, Autor von The Literary Cold War, diente Harry Limes Organisation in einem frĂŒhen Entwurf Greenes nicht nur dem Medikamentenhandel, sondern auch der Verbreitung amerikanischer, antisowjetischer Propaganda. Diese wurde durch das amerikanische Bandenmitglied Cooler organisiert (der spĂ€ter in Tyler umbenannt und schließlich zu der Figur des RumĂ€nen Popescu umgeschrieben wurde). „Das Konzept war also ein Film ĂŒber die harten Entscheidungen, die Großbritannien nach dem Krieg bei der Zusammenarbeit mit den USA treffen musste. Eine dieser Entscheidungen lautete, gemĂ€ĂŸ der korrumpierenden, subversiven und ‚totalitĂ€ren‘ Amoral des Kalten Krieges zu handeln.“

Harry Lime, in ersten Fassungen noch britischer StaatsbĂŒrger, wurde wĂ€hrend der weiteren Arbeit am Drehbuch zum Amerikaner. Damit reprĂ€sentierten er und Holly Martins fĂŒr Piette zwei verschiedene Typen des amerikanischen Mannes, mit Martins als dem netten, menschlichen und guten Amerikaner. „Lime ist immer noch das Produkt amerikanischer Untergrund-Komplizenschaften mit den faschistischen Überbleibseln des Krieges, aber diesmal als Amerikaner.“

FĂŒr Piette war auch die Figur der Anna als Analogie angelegt: „Im kruden Kalter-Krieg-KrĂ€ftespiel des ersten Drehbuchentwurfs planen Tyler und Lime, Osteuropa (in der Gestalt Annas) an die Russen zu verkaufen, als Gegenleistung fĂŒr ihren Drogenhandel in den neuen internationalen Zonen des vom Krieg zerrissenen Europa. Dieses korrupte GeschĂ€ft muss von dem anglo-amerikanischen AktionsbĂŒndnis Martins-Calloway aufgehalten werden, um den Weg fĂŒr ein ethisches Europa zu ebnen. Der Nachteil dieses BĂŒndnisses ist, dass Martins sein Alter Ego und seinen Freund betrĂŒgen [
], auf dem Altar des neuen, nĂŒchternen und pragmatischen anglo-amerikanischen Kalten Krieges opfern muss. Anna, eine gestaltgewordene Ansammlung romantischer Klischees ĂŒber Osteuropa, lehnt das anglo-amerikanische Vorgehen ab [
] und wird offensichtlich aufgegeben, um von dem unheilvollen Sowjetblock verschluckt zu werden.“cite-ref-piette-8-1[8]

Kuckucksuhr-Rede

Ein besonderer Moment im Film ist der von Orson Welles spontan bei den Dreharbeiten improvisierte und in die Filmgeschichte als „Kuckucksuhr-Rede“ eingegangene Monolog, den Harry Lime am Riesenrad des Wiener Praters hĂ€lt. Er sagt dort:

“In Italy for thirty years under the Borgias they had warfare, terror, murder, bloodshed – they produced Michelangelo, Leonardo da Vinci and the Renaissance. In Switzerland they had brotherly love, five hundred years of democracy and peace and what did that produce
? The cuckoo clock.”

„In Italien, in den 30 Jahren unter den Borgias hat es nur Krieg gegeben, Terror, Mord und Blut. Aber dafĂŒr gab es Michelangelo, Leonardo da Vinci und die Renaissance. In der Schweiz herrschte brĂŒderliche Liebe. 500 Jahre Demokratie und Frieden. Und was haben wir davon? Die Kuckucksuhr!“cite-ref-36[36]

Die Bedeutung ist: Krieg und Terror bringen Großes hervor, Frieden und Demokratie nur so banale Dinge wie die Kuckucksuhr. Der Monolog gilt als filmhistorisch und regietechnisch ausgezeichnetes Beispiel fĂŒr die Stilmittel Monolog und Improvisation.cite-ref-37[37]

In einem GesprĂ€ch mit Peter Bogdanovich bekannte Welles spĂ€ter: „Als der Film herauskam, wiesen mich die Schweizer sehr freundlich darauf hin, dass sie niemals irgendwelche Kuckucksuhren hergestellt haben – sie kamen alle aus dem Schwarzwald, in Bayern [sic]!“cite-ref-38[38] Laut Wolfram Knorr griff Welles zu diesem „historisch unkorrekten Gartenzwerg-Wanduhren-Bild“, um das Klischee der „Schweiz als eine Art Wolkenkuckucksheim“ zu illustrieren.cite-ref-39[39] Es ist allerdings nicht korrekt, dass die Schweiz niemals Kuckucksuhren produziert hat: sie trug sogar einen eigenen Stil bei, den Chalet-Stil.

Kritiken

Das Presseecho zum Filmstart von Der dritte Mann war beinahe einhellig positiv:cite-ref-bfireception-47-0[47] „[Der Film] fĂŒgt der Sorte atemberaubender Thriller, die Alfred Hitchcock berĂŒhmt machten, zusĂ€tzliche Tiefe in der Zeichnung von Figuren und ein erweitertes Vokabular in der Filmsprache hinzu“, lobte das New Yorker Time Magazine.cite-ref-48[48] Das britische Boulevardblatt Daily Mirror schrieb, der Film verbinde „grandiose Kunstfertigkeit mit 100 Prozent Unterhaltungswert“.cite-ref-49[49]

Kritischere Stimmen monierten, bei aller bescheinigten stilistischen Brillanz, einen Mangel an inhaltlicher Tiefe. „Reeds außerordentliches Talent“, so Dilys Powell in der Londoner Sunday Times, setze die Erwartungen so hoch, dass man „einen Hauch von EnttĂ€uschung angesichts wohlbekannter Tricks und Situationen“ empfinde.cite-ref-50[50] Bosley Crowther resĂŒmierte in der New York Times: „‚Der dritte Mann‘ ist, bei all dem Rummel, der um ihn herum veranstaltet wurde, ein erstklassig konstruiertes Melodram – mehr nicht. Er ist keine tiefer gehende Studie der Probleme Europas [
] Er hat keine ‚Botschaft‘. Er prĂ€sentiert keine persönliche Sichtweise. [
] Sobald hierin Klarheit herrscht, bedarf es keiner weiteren EinwĂ€nde mehr. [
] Höchste Anerkennung gebĂŒhrt Herrn Reed, der alle Einzelteile zu einem Thriller formte, mit tollem Ergebnis.“cite-ref-51[51]

In Österreich urteilte die Arbeiter-Zeitung, anders als die meisten anderen Wiener Zeitungen,cite-ref-52[52] ebenfalls positiv: „‚Der dritte Mann‘ ist im Grunde ein Reißer und hat mit den meisten Spannungsfilmen gemein, daß einige Voraussetzungen der Handlung logisch schwach untermauert sind. [
] Aber – kommt es darauf an? [
] Er will einen Ausschnitt aus der aus den Fugen gegangenen Zeit zeigen, in einer Stadt, in der sich die ganze VerrĂŒcktheit dieser Zeit widerspiegelt, mit der eigentĂŒmlichen, bedrĂŒckenden AtmosphĂ€re von Besetzung und Unsicherheit, von Not und Nachkriegsunmoral. Und das ist meisterhaft gelungen.“cite-ref-arbeiter-53-0[53]

Auch die deutsche Kritik fand lobende Worte. Der Evangelische Filmbeobachter sah eine gelungene Mischung aus Unterhaltungswert und Anspruch: „Spannender und auch innerlich packender Film. Drehbuch, Regie und Besetzung (bis hin zur kleinsten Nebenrolle) sind vorzĂŒglich und vermitteln ein in die Tiefe gehendes Bild der Menschen dieser Zeit.“cite-ref-54[54] Die Zeit bezeichnete den Film als Meisterwerk und einen „Spiegel kontinentalen Lebens“.cite-ref-55[55] „Es wird glĂ€nzend gespielt“, befand Der Spiegel, sah aber das Hauptverdienst fĂŒr den Erfolg bei Krasker, Karas, Reed und insbesondere Graham Greene, der „sich nun in die vordersten Reihen der jĂŒngeren Generation geschrieben“ habe: „Graham Greene hat mehr bezweckt, als ein Sensationsdrehbuch zu schreiben. Er hat erbarmungslos den Nihilismus der Nachkriegsjahre darstellen wollen.“cite-ref-56[56]

Die positive Kritikermeinung hat sich zum heutigen Tage noch gefestigt. Roger Ebert schrieb 1996, „von allen Filmen, die ich gesehen habe, verkörpert dieser fast vollstĂ€ndig die Romantik eines Kinobesuchs“,cite-ref-ebert-45-1[45] und zĂ€hlte ihn zu seinen persönlichen „100 großen Filmen“.cite-ref-57[57] Eberts Urteil deckt sich mit dem namhafter amerikanischer Kollegen wie James Berardinelli,cite-ref-reelviews-44-1[44] J. Hoberman (The Village Voice)cite-ref-rotten-tomatoes-40-1[40] und Leonard Maltincite-ref-58[58] und, in Großbritannien, der Rezensenten des Guardian, des Independent und des Magazins Time Out.cite-ref-59[59] Das Lexikon des internationalen Films spricht von einem „subtilen politischen Kriminalthriller, der durch die expressiv gefilmten OriginalschauplĂ€tze und Karas’ weltberĂŒhmtes Zither-Thema eine unverwechselbare Stimmung erhielt“.cite-ref-ldif-14-1[14]

GeheimdiensttÀtigkeiten am Set

Die Historikerin Karina Urbach hat sich intensiv mit der Geschichte der Geheimdienste befasst und im Jahr 2024 einen auf historischen Begebenheiten basierenden Kriminalroman mit dem Titel „Das Haus am Gordon Place“ veröffentlicht. Darin wird beschrieben, wie sich eine Agentin des britischen Geheimdienstes MI6, die 1948 in Wien tĂ€tig ist, der Filmcrew des „Dritten Manns“ anschließt, um so unbemerkt in den sowjetischen Sektor zu gelangen. Als 2024 in ihrer einstigen Londoner Wohnung am Gordon Place ein Mord passiert, beginnt der aktuelle Bewohner, die Ereignisse von 1948 zu ergrĂŒnden. Karina Urbach gibt an, dass ihr Roman ĂŒberwiegend auf Berichten von Zeitzeugen beruhe. Von einer Britin namens Angela Allen, die als junges MĂ€dchen als Scriptgirl und Assistentin am Set zur Filmcrew des „Dritten Mannes“ gehört hat, will sie erfahren haben, was diese selbst erst nach der Fertigstellung des Films erfahren hat, nĂ€mlich dass mehrere Personen am Set als Agenten fĂŒr den MI6 tĂ€tig waren: Graham Greene (der Autor der Romanvorlage zum Film), Alexander Korda (der Produzent) und Carol Reed (der Regisseur). Laut Angela Allen war auch die britische Aristokratin Elizabeth Montagu, die ebenfalls am Set arbeitet, als Agentin fĂŒr den MI6 tĂ€tig. Wenn das stimmt, liegt der Schluss nahe, dass wichtige Szenen des Films bewusst in der sowjetischen Zone Wiens gedreht wurden, möglicherweise um Abhörsysteme zu installieren oder Personen in die westlichen Zonen zu schmuggeln. Das schreibt jedenfalls der auf geschichtliche Themen spezialisierte österreichische Journalist Georg Markus.cite-ref-60[60] Markus geht jedoch davon aus, dass die Schauspieler des Films keine Ahnung von der geheimdienstlichen TĂ€tigkeit des Trios Greene-Korda-Reed hatten.

Auszeichnungen


Nominierung in der Kategorie Bester Film

Oscar in der Kategorie Beste Schwarz-Weiß-Kamera an Robert Krasker
Nominierungen in den Kategorien Beste Regie und Bester Schnitt

2012 wurde Der dritte Mann in einer Umfrage der Filmzeitschrift Sight & Sound von Filmkritikern zum besten britischen Film aller Zeiten gewĂ€hlt. In der Liste der „Critics’ Top 250 Films“ belegte er Platz 73.cite-ref-61[61]

Obwohl es sich um eine britische Produktion handelt, wurde Der dritte Mann 1998 auf Platz 57 der 100 besten amerikanischen Filme aller Zeiten des American Film Institute gewĂ€hlt.cite-ref-62[62] Das British Film Institute wĂ€hlte Der dritte Mann im Jahre 1999 auf Platz 1 der grĂ¶ĂŸten britischen Filme aller Zeiten. Auf der Liste der 100 besten britischen Filme, die das Magazin Empire 2016 veröffentlichte, rangiert er auf Platz 14.cite-ref-63[63]

Insgesamt listet They Shoot Pictures, Don’t They? den Film unter den angesehensten Werken der Filmgeschichte.cite-ref-tspdt-46-1[46] Auch der Publikumszuspruch bleibt ungebrochen. So setzen die Nutzer der Filmdatenbank IMDb Der dritte Mann auf Platz 214 ihrer Top 250 beliebtesten Filme.cite-ref-64[64]

Nachwirkung

→

Hauptartikel

:

Harry Lime

Aufgrund der PopularitĂ€t des Films entstanden zahlreiche Bearbeitungen fĂŒr den Hörfunk. 1951 sendete das Lux Radio Theater des amerikanischen Radiosenders CBS eine einstĂŒndige Hörspielfassung von The Third Man, in der Joseph Cotten seine Filmrolle wiederholte. Evelyn Keyes sprach die Rolle von Alida Valli, Ted de Corsia die von Orson Welles. Bei einer weiteren Ausstrahlung im selben Jahr ĂŒbernahm Ray Milland die Rolle von Joseph Cotten.

Von 1951 bis 1952 strahlte der britische Radiosender BBC eine Hörspielserie mit dem Titel The Adventures of Harry Lime aus. Orson Welles wiederholte seine Rolle als Harry Lime. Zeitlich waren die in den Episoden erzĂ€hlten Abenteuer Limes’ vor dem Kinofilm angesiedelt („Prequel“). In den USA lief die Serie unter dem Titel The Lives of Harry Lime.

1959 ĂŒbernahm Michael Rennie in der bis 1965 laufenden Fernsehserie The Third Man die Rolle des Harry Lime, die bis auf den Namen nichts mehr mit der ursprĂŒnglichen Figur gemein hatte.

In Wien gibt es neben einem „Dritte Mann Museum“ eine Reihe von FĂŒhrungen zu den Drehorten in der Altstadt und in der Kanalisation. Diese werden teils von der Stadt Wien (3. Mann Tour),cite-ref-65[65] teils von privaten Initiativen angeboten.

Im Juni 2013 haben sich die Vereinigten BĂŒhnen Wien die Rechte des Stoffes fĂŒr ein Musical gesichert.cite-ref-66[66]

Das Burgkino im 1. Wiener Gemeindebezirk, eines der Àltesten noch bespielten Kinos in Wien (seit 1912), zeigt seit vielen Jahren mindestens zweimal wöchentlich den Film The Third Man in englischer Originalfassung.cite-ref-67[67]

Im Juni 2023 fand in der Menier Chocolate Factory am Londoner Westend die WelturauffĂŒhrung des Musicals The third man statt.cite-ref-68[68]

Literatur

‱ Graham Greene: The third man. Easy readers. Klett, Stuttgart/MĂŒnchen 1991, ISBN 3-12-536251-2 (englisch).
‱ Graham Greene: Der dritte Mann. (Originaltitel: The Third Man, ĂŒbersetzt von Fritz Burger und KĂ€the Springer). 9. Aufl. Deutscher Taschenbuch Verlag, MĂŒnchen 2009, ISBN 978-3-423-11894-1.
‱ Graham Greene: Der dritte Mann. Übersetzt von Fritz Burger und KĂ€the Springer. Illustrationen von Aljoscha Blau. Nachwort von Renate Welsh. Dressler, Hamburg 2004, ISBN 978-3-7915-3601-9.
‱ JĂŒrgen Heizmann: Der VerrĂ€ter aus verlorener Unschuld. Anmerkungen zu „The Third Man“. In: VerrĂ€ter. Hg. von Hans Richard Brittnacher. Projektionen. Studien zu Natur, Kultur und Film 9. MĂŒnchen 2015, ISBN 978-3-86916-371-0, S. 16–27.
‱ Alexander GlĂŒck: Auf den Spuren des Dritten Mannes in Wien. Pichler, Wien 2014, ISBN 978-3-85431-664-0 (auch in englischer Sprache veröffentlicht).
‱ Brigitte Timmermann, Frederick Baker: Der dritte Mann. Auf den Spuren eines Filmklassikers. Czernin, Wien 2002, ISBN 3-7076-0143-9. (Siehe auch den Film Shadowing the Third Man von Frederick Baker unter Mitwirkung von Brigitte Timmermann.cite-ref-shadow-3-12[3])
‱ Eva Horn: Graham Greenes Herz der Finsternis: Wiener Nachkrieg in The Third Man. In: Michael Hansel, Michael Rohrwasser (Hrsg.): Kalter Krieg in Österreich: Literatur – Kunst – Kultur. Zsolnay, Wien 2010, ISBN 978-3-552-05515-5, S. 91–107.
‱ Lynette Carpenter: „I never knew the old Vienna“: Cold War politics and The Third Man. In: Film Criticism. Volume 11, Herbst/Winter 1987, S. 56–65.
‱ Bert Rebhandl: Der dritte Mann: die Neuentdeckung eines Filmklassikers. Czernin Verlag, Wien 2019, ISBN 978-3-7076-0677-5.

Weblinks

‱ Der dritte Mann bei IMDb
‱ Plakate und Szenenfotos auf Der-film-noir.de
‱ Rezension auf Filmzentrale.com
‱ Website zu Der dritte Mann
‱ Website des „Dritte Mann Museums Wien“

Einzelnachweise

cite-note-fsk-11. Freigabebescheinigung fĂŒr Der dritte Mann. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2009 (PDF; PrĂŒf­nummer: 67 2VD V/DVD/UMD).
cite-note-22. ↑ Der dritte Mann: Anekdoten von den Dreharbeiten (2). (Memento vom 1. Juni 2015 im Internet Archive) Auf: Dallas1972.Blog.de. 21. Juni 2012.
cite-note-shadow-33. ↑ Shadowing the Third Man. Großbritannien/Österreich/Frankreich/Japan/USA 2004, Regie: Frederick Baker.
cite-note-timmermann-44. ↑ Vorwort zu Brigitte Timmermann, Frederick Baker: Der dritte Mann. Auf den Spuren eines Filmklassikers. Czernin, Wien 2002, ISBN 3-7076-0143-9, abgerufen am 2. April 2012.
cite-note-55. ↑ Elizabeth Varley. (englisch). In: telegraph.co.uk. 1. Juni 2002, abgerufen am 18. September 2002.
cite-note-vorwort-66. ↑ Graham Greene: Vorwort zu Der dritte Mann. 9. Aufl. Deutscher Taschenbuch Verlag, MĂŒnchen 2009, ISBN 978-3-423-11894-1, S. 7–10.
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cite-note-piette-88. ↑ Adam Piette: The Literary Cold War, 1945 to Vietnam. Edinburgh University Press, Edinburgh 2009, ISBN 978-0-7486-3527-6, S. 27–29.
cite-note-99. ↑ Unter anderem Kay Halle: Irrepressible Churchill – a treasury of Winston Churchill’s Wit. The World Publishing Co. 1966, S. 136. Sarah Johnstone, Tom Masters, Vesna Maric: London City Guide. Lonely Planet 2010, ISBN 978-1-74179-226-3, S. 94.
cite-note-1010. ↑ Charles Drazin: Behind The Third Man. Artikel im Begleitbuch zur nicht mehr aufgelegten Blu-ray der Criterion Collection, abgerufen am 6. Juni 2012.
cite-note-1111. ↑ Franz Zwetschi Marischka: Immer nur lĂ€cheln. Amalthea, Wien/MĂŒnchen 2001, S. 110–111.
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] a tilted camera that leaves you feeling you have seen the film from a foetal position“ – Manny Farber: Negative Space: Manny Faber on the Movies. Da Capo Press, New York 1998, ISBN 0-306-80829-3, S. 38–41.
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] Krasker, also devised a reckless, unforgettable visual style. More shots, I suspect, are tilted than are held straight; they suggest a world out of joint.“ – Roger Ebert: Besprechung in Chicago Sun-Times, 8. Dezember 1996, abgerufen am 4. MĂ€rz 2012.
cite-note-3333. ↑ Hauptfiguren des Films Citizen Kane, 1941, ebenfalls dargestellt von Joseph Cotten und Orson Welles.
cite-note-seesslen-3434. ↑ Georg Seeßlen: Kino der Angst. Geschichte und Mythologie des Film-Thrillers. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1980, ISBN 3-499-17350-6, S. 154–157.
cite-note-3535. ↑ Siegfried Beer: Film in Context: The Third Man. In: History Today. Volume 51, Nr. 5, London 2001, S. 46.
cite-note-3636. ↑ Zitiert nach Elisabeth Knowles (Hrsg.): Oxford Dictionary of Modern Quotations. Oxford University Press, Oxford 2007, ISBN 978-0-19-920895-1, S. 114 und Ernst Schnabel: Ein Tag wie morgen. Frankfurter Verlagsanstalt, 1952, S. 49.
cite-note-3737. ↑ Interview mit Graham Greene bei einer Veranstaltung des Guardian und des National Film Theater, 1984.
cite-note-3838. ↑ „When the picture came out, the Swiss very nicely pointed out to me that they've never made any cuckoo clocks – they all came from the Schwarzwald, in Bavaria!“ Zitiert nach: Orson Welles, Peter Bogdanovich: This is Orson Welles. Herausgegeben von Jonathan Rosenbaum. HarperCollins, New York 1992, ISBN 0-06-016616-9, S. 221.
cite-note-3939. ↑ Wolfram Knorr: Es grĂŒsst der Kuckuck. Die Weltwoche, Ausgabe 32/2013.
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] it adds an extra depth of character insight and a new texture of pictorial eloquence to the kind of spellbinding thriller that made Alfred Hitchcock famous.“ – Rezension in: Time Magazine, 6. Februar 1950, abgerufen am 6. Juni 2012.
cite-note-4949. ↑ Reg Whitley: „[
] the film combines superb artistry with 100 per cent. entertainment value [
]“ – Rezension in: Daily Mirror, 2. Dezember 1949.
cite-note-5050. ↑ „Mr. Reed has never before elaborated his style so desperately, nor used so many tricks in the presentation of a film“ – Rezension von Dilys Powell in: The Sunday Times. 4. September 1949.
cite-note-5151. ↑ „‘The Third Man,’ for all the awesome hoopla it has received, is essentially a first-rate contrivance in the way of melodrama—and that’s all. It isn’t a penetrating study of any European problem of the day [
] It doesn’t present any “message.” It hasn’t a point of view. [
] Once it is understood clearly, there is no need for further asides. [
] top credit must go to Mr. Reed for molding all possible elements into a thriller of super consequence.“ – Bosley Crowther: Rezension. In: The New York Times. 3. Februar 1950, abgerufen am 3. April 2012.
cite-note-5252. ↑ William Cook: The Third Man’s view of Vienna. In: The Guardian. 8. Dezember 2006, abgerufen am 6. Juni 2012.
cite-note-arbeiter-5353. ↑ Rezension in Arbeiter-Zeitung, Nr. 60 vom 12. MĂ€rz 1950, abgerufen am 4. April 2012.
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cite-note-5555. ↑ Der dritte Mann – Ein filmisches Meisterwerk. In: Die Zeit, Nr. 2/1950.
cite-note-5656. ↑ Der dritte Mann wird gesucht. In: Der Spiegel. Nr. 40, 1949 (online – Rezension).
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cite-note-5858. ↑ Leonard Maltin’s 2008 Movie Guide. Signet / New American Library, New York 2007, S. 1385.
cite-note-5959. ↑ Siehe die Besprechungen in The Guardian in The Independent (Memento vom 25. Mai 2015 im Internet Archive) vom 11. August 2006 und in Time Out Nr. 1877 vom August 2006, abgerufen am 31. August 2012.
cite-note-6060. ↑ Georg Markus: Der erste, der zweite und der dritte Mann, in: Kurier, 17. MĂ€rz 2024, S. 17, die Internetversion liegt hinter einer Bezahlschranke.
cite-note-6161. ↑ Sight & Sound – The Greatest Films Poll. (Memento vom 25. November 2012 im Internet Archive) British Film Institute, abgerufen am 30. August 2012.
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cite-note-6363. ↑ James Dyer, The 100 Best British Films, in: Empire, 24. Oktober 2022 (mit Update)
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cite-note-6565. ↑ drittemanntour.at. Magistrat der Stadt Wien – Wien Kanal, abgerufen am 16. Februar 2024.
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